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Sonderausstellungen

langerkopf

DCR-Ausstellung in Kaiserslautern zu sehen

Der ehemaligen US-Radarstation „Langerkopf" bei Johanniskreuz im Pfälzer Wald widmete das docu center ramstein im Frühjahr 2014 eine Sonderausstellung. Aktuell ist das Gelände dieser ehemaligen US-Einrichtung wegen der geplanten Windkraftanlagen ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Leider konnte die Ausstellung im Frühjahr im Heimatmuseum nur sehr kurz gezeigt werden. Daher ist sie zurzeit im Foyer der Volkshochschule Kaiserslautern erneute zu sehen. VHS Direktor Michael Staudt und DCR-Leiter Michael Geib hatten sie bereits am 7. Oktober eröffnet. Gezeigt werden 20 Fotos des bekannten Fotografen Jörg Heieck aus Kaiserslautern. Seine Bilder werden ergänzt durch historische Fotos und Objekte, die Sebastian Hoock aus Dahn zusammengetragen hat.

 

Die Ausstellung ist eine Fortsetzung der Projektreihe „Lost in Space – Relikte des Kalten Krieges" des docu center ramstein. Den Auftakt der Ausstellungsreihe machten 2012 die Husterhöhe in Pirmasens, die Air Base in Sembach und die Wüschheim Air Station im Hunsrück. Jetzt folgt die ehemalige „Radio Relay Site Langerkopf" im Pfälzer Wald, nahe Johanniskreuz. Die Ausstellung ist bis 22. November 2014 in der VHS-Galerie im Eingangsbereich der Volkshochschule Kaiserslautern (Kanalstrasse 3) zu sehen (Mo.-Fr. 8.00-21.00Uhr).

Hintergrund:

Seit Ende des „Kalten Krieges" sind viele der US-Liegenschaften in Rheinland-Pfalz aufgegeben worden. Ihr Spektrum reicht vom ehemaligen Bunker und Versorgungschuppen über einer im Wald versteckten Radarstation bis hin zu großflächigen Siedlungen, Depots und Flugplätzen. Ausrangiert und verlassen wirken diese „Relikte des Kalten Krieges" wie fremdartige Bruchstücke einer vergangenen Zeit im Raum – eben „Lost in Space". Wie soll man mit diesen über das Land verteilten Überbleibseln aus sechs Jahrzehnten umgehen? Unter dem Stichwort „Konversion" startete seither vielerorts die oft schwierige Suche nach Lösungen und neuen Nutzungsansätzen.

Das docu center ramstein beschäftigt sich in der Ausstellungsreihe „Lost in Space – Relikte des Kalten Krieges" ebenfalls mit diesem Thema. Uns interessiert weniger der ökonomische Aspekt sondern die kulturhistorische Bedeutung dieser Hinterlassenschaften. Besteht überhaupt ein historischer Wert? Wenn ja: Was sollte als Zeugnis dieser Epoche erhalten bleiben und wie könnte dies geschehen?

Mit Jörg Heieck aus Kaiserslautern wurde ein bekannter Fotograf gewonnen, der uns seine Sicht dieser Liegenschaft vermittelt. Er war bereits 2006 mit dem Ausstellungs- und Buchprojekt „Ramstein, Germany" für das dcr aktiv. Den historischen Hintergrund und die ausgestellten Materialen lieferte Sebastian Hoock aus Dahn, der sich mit anderen Interessenten um den Erhalt der Anlage bemüht.

Fotos und historische Hintergründe dieser Liegenschaft können uns Betrachtern vielleicht dabei helfen, eine neue Einstellung zu diesen Relikten des Kalten Krieges zu gewinnen.